UrheberrechtNicht nur im Internet gibt es eine regelrechte Flut an schönen und einmaligen Bildern, Fotos und Schnappschüssen, die das Interesse der Betrachter wecken. Nicht Wenige möchten ihre Entdeckungen dann im gleichen Atemzug mit anderen Menschen teilen oder für eigene Zwecke wie selbst gestaltete Homepages oder Blogs verwenden.

Jedoch wird hier oft ein essenzieller Punkt außer Acht gelassen, der schon für so einige unbequeme Rechtsstreitigkeiten sorgte – das bestehende Urheberrecht.

Wissenswertes zu Urheberrecht und Schutzzeitraum

Das Urheberrecht schützt alle Arten von Fotografien, egal ob Kunst-, Urlaubs-, Familien- oder Produktfotos. Auch Schnappschüsse fallen unter den Schutz des Urheberrechts. Auffällig kreative Fotos können also sogenannte „Lichtbildwerke“ gemäß § 2 Absatz 1 Nummer 5 des Urheberrechtsgesetz („UrhGW“) geschützt sein, andere Bilder genießen den Schutz nach § 72 des „UrhG“.

Besonders zu beachten ist, dass auch Einzelbilder oder Einzelstandbilder aus TV-Sendungen, Musikvideos oder aus Filmen als Lichtbilder betrachtet und somit urheberrechtlich geschützt sind. 50 Jahre nach Veröffentlichung eines Lichtbildes erlischt dessen Schutzrecht, während Lichtbildwerke bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers geschützt sind.

Das Urheberrecht im Alltag

Auch wenn kein Vermerk des Urheberrechts auf einem Foto oder an einem Bild sichtbar erfasst werden kann, greift der Schutz des sogenannten „Copyrights“ trotzdem. Dies gilt für Privatpersonen ebenso wie für Unternehmen und kann bei einem Verstoß kostenpflichtige Abmahnungen oder andere rechtliche Konsequenzen zur Folge haben.

„Aus alt mach neu“ – Fotobearbeitungen

Wer ein durch das Urheberrecht geschütztes Foto bearbeiten und für eigene Zwecke verwenden möchte, muss immer die Erlaubnis des eigentlichen Urhebers einholen und sich sein Vorhaben genehmigen lassen. Dies ist deswegen notwendig, da für jedes durch das Urheberrecht geschützte Werk ein Veränderungsverbot gilt. Sollte ein Foto jedoch so abgeändert worden sein, dass das ursprüngliche Foto eigentlich gar nicht mehr erkennbar ist, kann es im geprüften Einzelfall als alleinstehendes Werk angesehen und geltend gemacht werden.

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