Bewertungen & Bewertungsportale – Negative Bewertungen und die Rechtslage

Negative BewertungenBewertungsportale sind wichtige Entscheidungshilfen für den Verbraucher. Oftmals gibt es aber auch falsche oder unsachliche Bewertungen. Wann die Grenzen zur Unzulässigkeit überschritten werden erklären wir hier am Beispiel von “eBay Bewertungen”.

Negative Bewertungen von Usern

Besonders in den Blickpunkt geraten negative Bewertungen, die unwahre und dazu womöglich auch beleidigende Äußerungen enthalten. Die Rücknahme solcher Bewertungen wird in der Regel nicht ohne die Zustimmung desjenigen erfolgen können, der die Bewertung abgegeben hat, also meistens überhaupt nicht. Plattformen wie eBay löschen solche Bewertungen auch nur dann, wenn offensichtlich gegen die Richtlinien verstoßen wurde oder wenn es ein Urteil gibt, das zur Löschung verpflichtet.

Dazu ist zunächst die Frage zu klären, was eine ungerechtfertigte Bewertung ist. Einen Anhaltspunkt bieten beispielsweise die eBay Bedingungen. Dort heißt es, eBay-Mitglieder seien für die von ihnen abgegebenen Bewertungen alleine verantwortlich. Nach den Richtlinien dürfen diese Bewertungen ausschließlich faire sowie sachliche Kommentare enthalten und sich ausschließlich auf die Erfahrungen mit dem eBay-Partner in Bezug auf die jeweilige Transaktion beziehen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, ob der abgegebene Kommentar eine Tatsachenbehauptung ist oder ob eine Meinungsäußerung vorliegt.

Tatsachenbehauptung & Meinungsäußerung

Eine Tatsachenbehauptung ist es dann, wenn die behauptete Tatsache einem Beweis zugeführt werden kann, also ob das, was gesagt wird, auf Richtigkeit überprüft werden kann. Wenn etwa behauptet wird, eine Ware sei defekt, nicht geliefert worden, falsch geliefert worden, etc., dann behauptet der Käufer eine Tatsache. Kann ihm nachgewiesen werden, dass er gelogen hat, so ist die Bewertung rechtswidrig und der Verkäufer hat einen Anspruch darauf, dass sie entfernt wird.

Anders liegt die Sache jedoch bei einer Meinungsäußerung. Eine solche ist grundsätzlich zulässig, wenn nicht die Grenze zur Schmähkritik überschritten wird. Bei einer Schmähkritik oder einer ehrenrührigen Beleidigung kann der Verkäufer ebenfalls verlangen, dass die Bewertung entfernt wird. Wenn dort etwa steht “X ist ein übler Betrüger“ oder wenn Schimpfwörter verwendet werden, handelt es sich um eine unzulässige Bewertung, die einen Unterlassungsanspruch nach sich zieht.

In der medialen Welt von heute kommt es immer wieder zu Rechtsstreitigkeiten aufgrund von negativen Bewertungen. Unabhängig ob Lehrerportale, Ärzte-Bewertungsportale wie Jameda, Hotelportale etc.

Wir beraten Sie gerne in einem unverbindlichen Erstgespräch, wenn Sie sich einmal ungerecht und negativ bewertet fühlen.

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Bild: © jehafo – Fotolia.com

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